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Was sind die Páramos?

la-vicuna
Tierwelt in den Anden
Februar 26, 2021
 

Die Páramos (Hochmoorgebiete) sind gebirgige Ökosysteme, die etwa 3.000 bis 4.300 Meter über dem Meeresspiegel liegen. Die Sonneneinstrahlung die sie erhalten, ist die stärkste auf der Welt. Dank der Feuchtigkeit die sie speichern, erzeugen sie weltweit die reichste Ansammlung von Gebirgsflora.



S ie sind größtenteils von Feuchtgebieten und Grasland bedeckt, insbesondere von der Espeletia-Planze, allgemein als „Frailejones“ bekannt. Mit ihren einzigartigen Eigenschaften zählen die Páramos zu einem wichtigen Schutzkorridor für viele verschiedene Tierarten.

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Die Páramos sind nicht ausschließlich in der Andenregion anzutreffen, wie man vielleicht annehmen könnte. Ihre Präsenz erstreckt sich weltweit auf folgende tropische Bergregionen:

 
  • Äthiopisches Hochland bzw. Hochland von Abessinien
  • Ostafrikanisches Hochland (Kenia, Tansania, Uganda, Ruanda und DR Kongo)
  • Neuguinea-Hochland (Papua-Neuguinea und Indonesien)
  • Zentralamerika (Costa Rica und Panama)
  • Paramo der Nördlichen Anden (Venezuela, Kolumbien, Ecuador und Peru)
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    Kolumbien besitzt eines der größten Hochmoorgebiete der Welt, welches das Land mit mehr als 70% des Trinkwassers für seine Bevölkerung versorgt.

     

    Die Páramos sind Ökosysteme von lebenswichtiger Bedeutung. In der Regenzeit wirken sie wie ein Schwamm, der in Dürrezeiten Wasser zur Versorgung des Landes zurückhält und so zur Entstehung der wichtigsten Flüsse in der Region beiträgt.

    Leider haben diese Ökosysteme etwa 50% ihrer Größe verloren, hauptsächlich aufgrund von Bergbauaktivitäten. Wenn ihre Vegetation zerstört wird, verschwinden die schützenden Schwämme und mit ihnen die natürliche Quelle des Wassers.

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