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Tierwelt in den Anden

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Die Páramos sind ein biologischer Korridor oder eine Übergangszone für viele Tierarten, von denen die meisten einen wichtigen evolutionären Prozess durchlaufen mussten, um sich an das extreme Klima der Andenregion anzupassen.

M ehr als 1.000 Tierarten sind in den Páramos zu finden. Davon sind viele endemisch, d.h. sie sind nur in bestimmten Gebieten beheimatet. Zu diesen sogenannten Endemiten zählen die folgenden Tierarten:


Brillen- oder Andenbär


Der Brillenbär bewohnt normalerweise die Bergregionen von Panama bis in den Norden Argentiniens. Sein bevorzugter Lebensraum sind die Nebelwälder, in denen er genügend Nahrung und isolierte und sichere Unterschlüpfe findet. Diese schöne Tierart kann bis zu zwei Meter groß und 200 Kilogramm schwer werden. Sein Fell ist schwarz oder dunkelbraun mit weißen Flecken auf der Brust und um die Augen herum. Durch die weißen Flecken um die Augen, sieht es aus als würde er eine Brille tragen.


Andenkondor


Für viele indigene Gemeinschaften der Region gilt dieser Vogel als heilig. Sie bezeichnen ihn als König der Lüfte und der Berge. Er ist einer der größten und langlebigsten fliegenden Vögel der Welt. In seltenen Fällen wird er bis zu 75 Jahre alt. Der Kondor ist im gesamten Andengebirge verbreitet: Er lebt in der Sierra de la Culata in Venezuela, in Kolumbien, Peru, Ecuador und Bolivien bis hin zu Patagonien im äußersten Süden von Chile und Argentinien.


Andenpuma oder Bergpuma


Der Puma ist die zweitgrößte Raubkatze Amerikas. Größer als der Puma ist nur der Jaguar. Der Puma ist von Alaska bis Südargentinien verbreitet. Die Ausdehnung seines Territoriums hängt von der Beutefülle ab. Normalerweise streift er durch Berge, Wälder und über Wiesen und Sümpfe. Im Gegensatz zu anderen Raubkatzen lebt der Puma nicht im Rudel. Er lebt bevorzugt allein in großen Territorien. Wenn er mit anderen Pumas kommunizieren möchte, tut er das über hohe Pfeiftöne, Knurren und Schnurren. Brüllen gehört nicht zu den Fähigkeiten eines Pumas.


Andentapir oder Bergtapir


Es gibt weltweit fünf Tapirarten, vier davon kommen in Lateinamerika vor. Der Andentapir ist der einzige Tapir, der außerhalb der tropischen Regenwälder lebt. Seine Heimat sind die Bergregionen von Kolumbien, Bolivien und Peru mit Höhenlagen von 2.000 bis 4.000 Metern. Dieser scheue Einzelgänger kann bis zu 150 Zentimeter lang und 180 Kilogramm schwer werden. Mit seiner Schnauze, die wie ein kleiner Rüssel geformt ist, greift der Tapir nach Ästen und pflückt damit erstaunlich gut Blätter, Früchte und Wasserpflanzen.


Das Vicuña


Diese Art gehört zur Familie der Kamele und ist die kleinste Art unter ihnen. Es ist ein ruhiges und scheues Tier, das in freier Wildbahn lebt. Es ist nicht domestiziert, d.h. es wird nicht als Haus- und Nutztier gehalten wie Alpakas und Lamas. Es kommt in Graslandschaften in einer Höhe von etwa 3.500 Metern über dem Meeresspiegel vor. Zu seiner Heimat zählen hauptsächlich Nordargentinien, Bolivien, Chile und ein Teil von Peru. Es kann bis zu 110 Zentimeter groß und zwischen 60 und 70 Kilogramm schwer werden. Eine kuriose Tatsache ist, dass das Vicuña gerne an salzhaltigem Kalkgestein leckt und Salzwasser trinkt. Dieses Verhalten ist darauf zurückzuführen, dass sein Körper Salz benötigt.


Der Rotfuchs


Andenfuchs oder Andenschakal: Der Andenfuchs ist ein Tier, das nicht in einer Herde lebt. Er ist ein Einzelgänger und verteidigt sein Revier sehr stark gegen andere Andenfüchse. Er lebt im Süden Kolumbiens, in Peru und Bolivien sowie in Chile bis hin zur argentinischen Provinz Tierra del Fuego (Feuerland). Der Andenfuchs ernährt sich hauptsächlich von Nagetieren und Reptilien. Es kommt aber auch vor, dass er größere Tiere wie die Vicuñas jagt. Die Größe des Andenfuchses entspricht etwa der eines mittelgroßen Hundes. Sein Gewicht kann zwischen 7 und 9 Kilogramm liegen.


Weißwedelhirsch oder Andenhirsch


Dieses Säugetier hat es geschafft, sich an verschiedene Ökosysteme des amerikanischen Kontinents anzupassen. Der Andenhirsch ist in kanadischen Wäldern über einige Regionen Mittelamerikas bis hin zu den Anden beheimatet. Eine Hirschherde besteht normalerweise aus einem erwachsenen Männchen (Hirsch), einem erwachsenen Weibchen (Hirschkuh) und Kälbern. Der Hirsch unterscheidet sich von der Hirschkuh durch ein verzweigtes Geweih, das in zwei V-förmigen Spitzen endet und etwa 35 Zentimeter lang sein kann. Durch sein braun-graues Fell ist er in seinem Lebensraum gut getarnt und damit besser vor potenziellen Jägern geschützt.


Die Bergkatze oder Andenkatze


Diese kleine Wildkatze wohnt in der Andenkette zwischen Peru, Bolivien, Chile und Argentinien. Sie ernährt sich hauptsächlich von Vögeln und Nagetieren. Sie bevorzugt trockene und felsige Lebensräume. Ohne den langen Schwanz wird die Andenkatze 60 bis 70 Zentimeter lang und etwa vier Kilogramm schwer. Eine kuriose Tatsache ist, dass die Andenkatze auch als "heilige Katze der Anden" bekannt ist. Die Menschen verbinden mit ihr Überfluss und Wohlbefinden.

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